Es gibt Dinge, die muss man nicht verstehen. Prinzipiell ist es natürlich in Ordnung, wenn sich “Die Bayerische” als Hauptsponsor des TSV 1860 München ein Kontingent an Tickets reserviert. Viele Karten wurden dabei verlost oder gingen an Mitarbeiter des Hauptsponsors. Eine gute Geste, die zudem die Bindung des Sponsors mit den Fans festigt.

Auch ein Leser unseres Löwenmagazins hatte Karten gewonnen. Prinzipiell eine gute Sache. Man macht Fans damit eine Freude.

Doch seltsam wirkt es dann, wenn ganze 10 Minuten vor dem Spiel ein Mitarbeiter von “Die Bayerische” vor dem Eingang der Stehhalle steht und mit einem noch recht großen Stapel Karten winkt. Und wir reden hier von keiner kleinen Anzahl an Karten.

Zufällig haben wir es mitbekommen. Ein Paar aus Schottland fragte diesen Mann: “Verkaufen Sie Karten?” Die Antwort: “Nein, die verschenke ich! Mit freundlichen Grüßen Ihres Hauptsponsors”. Dann gab er ihnen Karten. Mit dem restlichen Stapel ging er schließlich selbst ins Stadion.

Ganz ehrlich: Muss das sein? Gelingt es dem Hauptsponsor nicht, die Karten, die man als Kontingent erworben hat, rechtzeitig an den Mann zu bringen? Muss man 10 Minuten vor dem Spiel mit einem Bündel Tickets wedeln als wären sie nichts wert? Für uns ein absolutes NoGo und fast schon beleidigend für diejenigen Fans, die sich für Karten pünktlich beim Ticketing anmelden oder sich anstellen.

Vielleicht sollte man diese Vorgehensweise etwas überdenken.

 

 

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