Fans sind wichtiger Bestandteil des Gesamtkonstruktes des TSV München von 1860. Doch für die Mitgliederversammlung sind die Mitglieder des e.V. gefragt. Sie haben Wahlrecht. Jeder Fan hat natürlich das Recht und die Möglichkeit, Mitglied zu werden. Inwiefern ist es sinnvoll, von außen Wahlkampf zu betreiben? Zum Beispiel als externer Verein wie die ARGE, die sich zwar in ihrer Satzung auf die Fahne schreibt, den TSV München von 1860 e.V. “zu jeder Zeit und in jeglicher der Sache dienlichen Form” zu unterstützen, aber oft eher wie eine Opposition auftritt. Gleiches gilt auch für die “Freunde des Sechzger Stadions” oder den Verein “Pro1860”. Wie viel Politik von außen benötigt der Verein?

Hat der Wahlkampf bereits begonnen?

Jüngst kündigte die ARGE eine Befragung ihrer Mitglieder an. Das Ziel: Man will herausfinden, wie politisch die ARGE vor allem im Hinblick auf die kommende Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V. auftreten soll. Allerdings ist jetzt schon bekannt, dass die ARGE bereits an den Wahlkampf-Flyern 2018 arbeitet. Ist damit eine klare Positionierung der ARGE bereits jetzt vorhersehbar? Das Ergebnis und die anschließende Diskussion um die Ausrichtung der ARGE ist Kritikern zufolge also im Grunde lediglich eine gewünschte Legitimation für die politische Positionierung. Doch laut Franz Hell plant die ARGE eine Erweiterung der Umfrage.

ARGE möchte alle 30.000 Fans befragen

Die Rolle der ARGE ist ein entscheidender Faktor. Wie sehr sich die ARGE sportpolitisch in den TSV einmischt, das entscheiden die ARGE und ihre Fanclubs selbst. Franz Hell kündigte hierfür an, möglichst die Meinung aller Fans, die in der ARGE organisiert sind, zu berücksichtigen. Immerhin 30.000 indirekte Mitglieder, die über ihren Fanclub in der ARGE sind, sollen befragt werden. Das hört sich anders an, als die bisherigen Fragestellungen, die letzte Woche an die Fanclubs verschickt worden sind und für Kritik gesorgt haben. Sollte es gelingen, tatsächlich die gesamte Basis der ARGE zu befragen, um damit ein klares Bild für die sportpolitische Ausrichtung des Fanclub-Dachverbandes zu bekommen, wäre das sicherlich ein wichtiger Schritt.

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