Am 34. Spieltag der Dritten Liga begibt sich der TSV 1860 München wieder auf Auswärtsfahrt. Nach der guten Leistung beim 1:1 im Heimspiel gegen Viktoria Köln und den gleichzeitigen Punkteteilungen der Konkurrenz aus Ingolstadt und Rostock ist die Lage der Löwen im Aufstiegsrennen weiterhin nicht hoffnungslos. Am morgigen Samstag geht die Jagd der Löwen in Mannheim beim SV Waldhof (Anpfiff: 14:00 Uhr) weiter.

Lehrgeld im zweiten Jahr 3. Liga

Die Waldhöfer stehen derzeit mit 42 Punkten auf Rang 11 der Tabelle. Mit dem Weggang des Aufstiegstrainers der vorvergangenen Saison Bernhard Trares und Schlüsselspielern wie Valmir Sulejmani, Gianluca Korte und Maurice Deville scheint den Mannheimern in dieser Saison die Wucht und die Euphorie aus der Vorsaison abhanden gekommen zu sein. Solide und mit ausreichend Abstand nach unten, wie auch nach oben, kämpft sich die Truppe von Cheftrainer Patrick Glöckner durch die aktuelle Dritt-Liga-Saison. Zuletzt gab es beim Aufsteiger in Saarbrücken mit einem 0:5 eine gehörige Abreibung. Das gleiche Ergebnis mussten die Waldhöfer im Übrigen auch im Hinspiel gegen die Löwen auf Giesings Höhen über sich ergehen lassen. Nichts desto Trotz sind die Mannheimer nicht zu unterschätzen und alles andere als ein leichter Gegner, die es in der Dritten Liga ohnehin nicht zu geben scheint. Bestes Beispiel dafür ist ein 1:0 gegen den Tabellenführer Dynamo Dresden am 21. Spieltag. Ansonsten ist es den Waldhöfern aber kaum gelungen, gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel zu punkten. Gegen Wiesbaden, Rostock und Ingolstadt setzte es jeweils eine 0:1-Niederlage in der Rückrunde. Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg scheinen die Waldhof-Buben ordentlich Lehrgeld zu zahlen.

Die Verletztenliste ist lang

Eine positive Entwicklung beim SV Waldhof Mannheim nahm allerdings Dominik Martinovic. Der 24-jährige Deutsch-Kroate wurde in seiner Jugend u.a. in einer Münchner Seitenstraße ausgebildet und kam am Anfang der Saison vom Absteiger aus Großaspach. In Mannheim ist der Mittelstürmer nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken. Mit 11 Toren und 7 Vorlagen führt er die interne Scorer-Liste an. Auf den Außenbahnen haben sich mit Joseph Boyama (Borussia Dortmund) und Rafael Garcia (Chemnitzer FC) ebenfalls Neuzugänge in der Mannschaft von Patrick Glöckner etabliert. Gemeinsam bringen sie es auf 12 Tore und zwei Vorlagen. Für den letzten entscheidenden Pass vor einem Torerfolg zeichnete sich auch Marcel Costly, Neuzugang vom Liga-Konkurrent aus Magdeburg, bereits sechsmal in dieser Saison verantwortlich. Vorbereiter vom Dienst in Reihen der Rheinländer ist eigentlich Arianit Ferati (4 Tore/6 Vorlagen). Der gebürtige Stuttgarter ist aber immer wieder von Verletzungssorgen geplagt und wird wohl auch gegen die Löwen passen müssen. Mit insgesamt sieben Ausfällen ist die Liste der derzeit Verletzten ohnehin recht umfangreich bei den Waldhöfern.

Die Jagd geht weiter

Für Michael Köllner und seine Löwen gilt es am 34. Spieltag, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Seit Saisonbeginn galt es, die Mannschaft weiterzuentwickeln und mittelfristig den Aufstieg ins Visier zu nehmen. Für diese Saison wurde das Ziel „Aufstieg“ von den Offiziellen des TSV 1860 München zwar nicht explizit formuliert, aber wie es unlängst Michael Köllner ausgedrückt hatte, ist die Lage der Löwen im Kampf um die Aufstiegsplätze weiterhin nicht hoffnungslos. Auch wenn am Ende nur die harten Fakten, sprich die Punkte auf der Habenseite, zählen, sieht jeder, was bei den Löwen in dieser Saison auf dem Platz passiert. Auch als die Ergebnisse nicht, wie gewünscht, eingefahren wurden, war die Leistung und insbesondere der Einsatz der Mannschaft kaum zu kritisieren. Auch im vergangenen Spiel gegen die Kölner Viktoria zeigten die Löwen eine sehr ansprechende und reife Leistung. Für manchen Fan war es dennoch zu wenig, weil er die Löwen gerne in der zweiten Halbzeit so dominant gesehen hätte, wie sie es in der ersten Hälfe auf den Platz gebracht haben. Michael Köllner hat seine Mannschaft für deren Leistung gegen Köln aber völlig zu Recht gelobt und ihnen damit ein Stück weit den Druck für die noch anstehenden Partien genommen. Die Löwen sind eine Mannschaft, deren Weg in dieser Saison noch lange nicht zu Ende ist. Die Jagd geht weiter.

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