Im Sommer hat Michael Köllner seinen Wunschkader bekommen. Jesper Verlaat ist dabei zweifelsohne einer der wichtigsten Transfers des TSV 1860 München. Der gebürtige Niederländer hat mit der Abendzeitung gesprochen.

Der TSV 1860 München hat die Tabellenspitze am Ende der ersten Saisonhälfte verloren und überwintert auf dem sechsten Platz. Von einem “blöden Timing” will Jesper Verlaat im AZ-Interview nichts wissen. “Jäger zu sein, finde ich gut. Das hat uns mental hellwach gehalten”, wird er im Boulevard-Blatt zitiert. Der 26jährige Niederländer kam von Waldhof Mannheim zu den Löwen. Noch sei nichts verloren. Jedes Team habe mal schlechte Phasen. Die WM-Pause wäre zur richtigen Zeit gekommen.

Über Michael Köllner spricht Verlaat gut. Er “weiß genau, was er will” und führte zuletzt auch Einzelgespräche. Der Austausch sei gut. “Er ist weder nervös noch aufgeregt. Er hat immer einen klaren Matchplan.” Außerdem verrät Verlaat, dass Köllner eine neue Methode eingeführt habe. Vor jedem Training würden die Spieler zehn Minuten in der Kabine sitzen. Ohne Handy, ohne Musik und ohne Licht. Ob es im Training tatsächlich hilft ist nicht bekannt. Im vergangenen Testspiel war allerdings weder von einer mentalen Stärke durch Lichtmangel noch von der mental hellwachen Rolle als Jäger was zu sehen.

Das Spiel gegen Waldhof Mannheim am 14. Januar wird für Verlaat “etwas ganz Besonderes”. Es ginge allerdings nur um 3 Punkte. “Wir wissen, dass sie mit die heimstärkste Mannschaft sind.” Spannung erwartet die Löwenfans wohl in den letzten vier, fünf Spieltagen vor Saisonende. Da werde es noch mal “vogelwild”, so Verlaat. “Das ist in der Dritten Liga immer so. Wir sind zu allem in der Lage, haben bewiesen, dass wir nach Niederlagen auch wieder aufstehen. Wir haben alles in der eigenen Hand.”

Das Interview findet ihr hier: 1860-Verteidiger Verlaat im AZ-Interview: Du merkst, wie wenig es braucht, um glücklich zu sein | Abendzeitung München (abendzeitung-muenchen.de)

Titelbild: IMAGO / Zink

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serkan

Dass die Fokussierung abhanden kommen kann, wenn Sportler bis kurz vor am Handy daddeln und dazu Musik dröhnt, glaub ich sofort.

arik

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die meisten Leistungssportler (Individualsportarten) sehr genau wissen was sie vor einem Lauf, Sprung, etc. benötigen. Ich hoffe doch, dass das bei Mannschaftssportarben im Profibereich auch der Fall ist.

serkan

Dürfte auch ein Unterschied sein, ob irgendeine oder “deine” Musik als Sportler läuft. Bei Mannschaftsportarten kaum möglich.