Schwierige Aufgabe für den e.V.

Es ist wohl einer der wichtigsten, aber auch schwierigsten Themen rund um den TSV 1860 München. Der viel diskutierte sogenannte “Hoppen-Antrag“. Dass er so genannt wird, hängt mit Ulla Hoppen zusammen. Die hat ihn einst eingereicht. Bei der Mitgliederversammlung vor gut einem halben Jahr. Man sollte sich von dem Begriff jedoch lösen. In der Zwischenzeit ist es kein Antrag, sondern eine Entscheidung der Mitgliederversammlung, dem höchsten Organ im TSV 1860 München e.V..

Es geht ausschließlich um das Wohl des Vereins

Der Verein wird heute über diesen Kooperationsvertrag diskutieren. Und die Problematik dabei ist, dass man sich nicht von der Stimmung unter den Fans beeinflussen lassen darf. Sollte eine Durchsetzung des Antrages dem Verein eher schaden, so muss man von ihm Abstand nehmen. Das spielt Kritikern des e.V. natürlich dann in die Karten. Man wird dem Verein vorwerfen, dass “Geld verbrannt” wurde und auch allgemein wird man dies medial ausschlachten. Als wäre es ein Sieg für diejenigen, die gerne den e.V. entmachten würden, um kommerziellen Fußball zu ermöglichen. Das Präsidium und der Verwaltungsrat dürfen sich jedoch nicht zu sinnlosen Märtyrern machen lassen, um die Unterstützer einer Trennung von Hasan Ismaik nicht zu verprellen. Es geht um das Wohl des Vereins, nicht um das aktuell vorherrschende “Schwarz-Weiss-Denken”. Entscheidet der Verein heute, dass der Antrag für den e.V. nicht durchsetzbar ist, dann ist das keine Niederlage, sondern eben das Resultat eines langwierigen Prozesses der am Ende eine Abwägung zur Folge hat. Mitglieder, die hinter dem Antrag und seinen möglichen Folgen stehen, müssen das Ergebnis akzeptieren. Sie haben das Vertrauen in das Präsidium und den Verwaltungsrat gesetzt und genau diese 2 Institutionen wird man nicht daran messen müssen, ob der Antrag durchgeht, sondern ob die Entscheidung im Sinne des Vereins ist.

Zeitnahe Stellungnahme erforderlich

Wann der Verein eine mögliche Entscheidung veröffentlicht, ist nicht bekannt. Es wäre durchaus sinnvoll, dies zeitnah zu gestalten. Leider werden solche Ergebnisse oft auf nicht offiziellem Weg verbreitet und sorgen dann für Unruhe. Der Verein sollte also rasch eine Stellungnahme veröffentlichen.

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