Marco Hiller im Interview mit der Bild-Zeitung. Er spricht über seine Ersatz-Keeper, über den Pokal und über seine Zukunft beim TSV 1860 München.

Abhaken, weitermachen und zurückkommen, war das Motto von Marco Hiller nach der roten Karte im letzten Spiel der Saison. “Darüber nachzudenken, ob es am Ende ohne die Karte für den Aufstieg gereicht hätte, macht wenig Sinn”, erklärt der Löwen-Keeper gegenüber der Bild-Zeitung. Im DFB-Pokal sei ihm das ganz gut gelungen. In den beiden Spielen, bei denen er nicht auf dem Platz stehen konnte, wurde er würdig vertreten. “Vier Punkte, zwei Mal zu Null”, so die Bilanz von Tom Kretzschmar. Mit dem sich Hiller gut versteht. Der Konkurrenzkampf täte ihm gut, um sich “stetig zu verbessern”.

“Ich bin nervenstark, und auf mich kann man sich verlassen”, so lautet die einfache aber effektive Analyse von Hiller im Hinblick auf das Pokal-Spiel gegen den SV Darmstadt 98, einer Glanzparade in der Verlängerung und Nervenstärke im Elfmeterschießen: “Jetzt wünsche ich mir Dortmund!”

Und in der Dritten Liga? Wartet Türkgücü. Oder besser gesagt: Türkgücü kommt. “Wir können selbstbewusst sein, haben keinen Knacks aus der letzten Saison bekommen. Unsere Mannschaft ist der Held”, so Hiller. Außderm habe man die Fans im Rücken, die endlich wieder dabei sein können. Im Winter möchte er beim TSV 1860 München verlängern. Um dann bald mit den Löwen in einer anderen Liga zu spielen. Er ist noch jung, ist Torwart und klar ist: auch er träumt wie jeder Profi von der Bundesliga.

Marco Hiller ist bodenständig. Er wohnt in Giesing, hat kein Auto, weil ihm ein Fahrrad im Stadtteil reicht. Er braucht keine Statussymbole. Stattdessen sorgt er vor. Mit Richard Neudecker ist er Mit-Besitzer an einem Mehrfamilienhaus in Tübingen. “Man muss auch an die Zeit nach dem Sport denken”, so Hiller. Außerdem studiert er Sportmanagement.

Das Interview bei der Bild-Zeitung: Der 1860-Pokalheld im Interview

Titelbild: imago images/kolbert-press

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