Die Ultraszene in ganz Deutschland formiert sich gegen Montagsspiele und Kommerzialisierung des Fußballs durch den DFB. Auch beim Spiel gegen die Würzburger Kickers spürte man den deutlichen Widerstand. Fans der Löwen warfen Geldscheine und Tennisbälle auf den Platz.

Spieler der beiden Mannschaften räumten danach die “Botschaften” der Fans wieder weg.

Es ist ein Kampf, der fast auswegslos erscheint. Der DFB hat die Fußballlandschaft Deutschland längst auf eine sehr kommerzielle Ebene gehoben und lässt davon auch nicht ab. Das Präsidium des DFB sucht immer wieder den Dialog mit Vertretern aus der Fanszene, scheint aber auf die Forderungen und Wünsche nicht einzugehen. Jüngst beendete das Bündnis der gemeinsamen aktiven Fanszenen das Gespräch mit dem DFB.

Auch mit Plakaten machte die Szene auf die Missstände aufmerksam. Dabei forderten die Fans auch den Rücktritt der Präsidenten Reinhard Grindel und Rainer Koch.

Eure Meinung

Was ist Eure Meinung? Ist es sinnvoll, sich aktiv in der Kurve sportpolitisch zu äußern? Welche Wirkung hat die Botschaft? Wird der DFB reagieren oder alle Aktionen in Deutschland ignorieren?


Alle Bilder (c) Martin Kronberger

 

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
3 Kommentare
Newest
Oldest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Bertl66

Es wird wohl leider nichts bringen, aber es ist immer noch besser als gar nichts zu machen !
Bin absolut dafür das man weitere Aktionen macht.

sechzgemax

Union Berlin hat einen tolles Papier für einen Kurswechsel im deutschen Profifußball veröffenlicht: http://www.fc-union-berlin.de/de/union-live/news/verein/Kurswechsel-fuer-den-deutschen-Profifussball-1861A/

Ich denke, wenn man das umsetzten würde, dann wären das die perfekte Reaktion auf die Entfremdung der Fans vom Fußball-Business. Auf jeden Fall ein toller Denkansatz und absolut lesenswert.

tami-tes

Danke dafür Max. Spannende Sache.

Die haben es verstanden wovon der Fußball lebt und für wen er da ist. Wenn man sich zusätzlich überlegt, wie viel Geld rein in Deutschland an einem Spieltag ausgegeben wird, ist das nicht zu verachten. All die Leute, die zu den Auswärtsspielen fahren – ob Auto, Bahn, Bus oder auch Flieger; teilweise mit Übernachtungen; dann noch die Ausgaben für die Verpflegung usw. usf. Da landet noch einiges in die Staatskasse dadurch.

Ansonsten war der Text interessant zu lesen, aber ich befürchte, dass kaum eine Maßnahme umgesetzt wird.