Der TSV 1860 München gastierte heute beim Hallescher Fussballclub. Wie bereits beim Toto-Pokal-Spiel unter der Woche ohne den Cheftrainer Michael Köllner an der Seitenlinie, der nach den Bestimmungen des zuständigen Gesundheitsamts in Halle nicht ins Stadion durfte. Für ihn an der Seitenlinie Günter Brandl. Neben Kevin Goden fehlten im Kader die Stammkräfte Steinhart, Deichmann, Staude und Moll. Greilinger durfte als Ersatz für Steinhart von Beginn an ran, Lang spielte auf der Position hinten rechts in der 4er Kette. 6400 Zuschauer waren im Stadion.

Aufstellung

Marco Hiller (1), Niklas Lang (3), Stephan Salger (6), Stefan Lex (7), Erik Tallig (8), Sascha Mölders (9, C), Fabian Greilinger (11), Dennis Dressel (14), Marcel Bär (15), Semi Belkahia (27), Richard Neudecker (31)

Ersatzspieler: Tom Kretzschmar (40), Daniel Wein (17), Lorenz Knöferl (18), Merveille Biankadi (19), Tim Linsbichler (22), Nathan Wicht (24), Milos Cocic (30), Leandro Morgalla (39)

1. Halbzeit

Terence Boyd entkam Fabian Greilinger bereits in der 2 Minute, brachte aber den Ball dann nicht zum Mitspieler. In der 3. Minute die erste Ecke für den TSV, getreten von Stefan Lex, die allerdings nichts einbrachte. Halle versuchte in den ersten Minuten früh ihren Gegner zu stören, was nur begrenzt gelang, der TSV griff zum gleichen Mittel. Das Spiel fand in den ersten Minuten mehr zwischen den Strafräumen statt, keiner Mannschaft gelang es, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. In der 13. Minute dann eine Ecke für Halle, die auch zum Torerfolg führte. Die Abwehr der Löwen hatte Löhmannsröben nicht auf dem Schirm und schauten nur zu. Zwei Minuten später, bei der zweiten Ecke für Halle, war die Abwehr wachsamer. Marcel Bär kam dann für die Löwen zum Abschluss (17‘), aber kein Problem für den Schlussmann von Halle. Lex brachte den Ball in der 19‘ Minute im Tor unter, technisch stark gemacht. Allerdings stand der Flankengeber Neudecker zuvor im Abseits. Halle wollte das zweite Tor nachlegen, was man den Gastgebern anmerkte, aber schafften es nicht. Die Gäste aus München versuchten den Ausgleich zu schaffen, waren allerdings nicht gefährlich genug und zogen sich bei Ballbesitz von Halle zurück.

Von dem Kapitän der Münchner Sascha Mölders war in den ersten 25 Minuten nichts zu sehen. Nach einem Zuspiel von ihm auf Bär und einem geblockten Schuss von Neudecker kam es zur Ecke. Terence Boyd flog daraufhin mit absichtlichem Handspiel vom Platz, nachdem Salger den Ball im Grunde schon im Tor versenkt hatte. Boy verhinderte das Tor mit dem Oberarm, die rote Karte war berechtigt. Den folgenden Strafstoß verwandelte Sascha Mölders nicht, der Torwart aus Halle war zur Stelle. Mölders war es auch, der die erste gelbe Karte des Spiel bekam, als er mit dem gegnerischen Keeper kollidierte. Die Mannschaft aus Halle zog sich in der Folge mit 10 Mann etwas mehr zurück, blieb aber immer noch gefährlich. In der 36. Minute die nächste gute Chance für die Gastgeber nach einem Freistoß, der Ball ging über über das Tor von Hiller. Marcel Bär hatte eine Gelegenheit (38‘), verstolperte aber. Halle machte vor dem eigenen Tor den Platz recht eng, stand mit zwei vierer-Ketten gegen den TSV und versuchte mit Kontern zum Erfolg zu kommen, liefen auch nicht mehr sehr früh an. Nach zwei Ecken für die Hausherren gab es eine Kontergelegenheit für die Löwen (44‘), aber Mölders hatte bei der Ballmitnahme so seine Probleme. Tallig bekam in der 45‘ Minute noch die gelbe Karte gezeigt. Durch die Behandlung des Torwarts von Halle und einigen kleineren Fouls gab es eine Nachspielzeit von über zwei Minuten in der ersten Halbzeit. In der 3. Minute der Nachspielzeit hatte Niklas Lang eine sehr gute Gelegenheit zum Ausgleich nach einem Freistoß. Der Kopfball von ihm ging nur knapp über das Tor der Hausherren.

Sascha Mölders beim Elfmeter. Bild: (c) imago

2. Halbzeit

Co-Trainer Oliver Beer meinte bei Magenta zur Halbzeitpause, dass die Devise für die nächsten 45 Minuten besseres Positionsspiel und schnelleres Spiel heißt. Die Löwen kamen ohne Veränderung aus der Kabine während Halle zwei Spielerwechsel vornahm. In der 47. Minute trat Neudecker die nächste Ecke für den TSV, aber für Torwart Müller von den Gastgebern war das kein Problem. Halle spielte jetzt defensiv in einer 5er Kette, davor noch eine 4er Reihe und überließen in der Anfangsphase dem TSV das Spielfeld. Marcel Bär blieb nach einem Foul, das als Vorteil ausgelegt wurde, erst mal liegen und hatte Probleme mit der Schulter auf die er gefallen war. Aber der Mann mit der Nummer 15 konnte nach kurzer Behandlung weiterspielen. Halle kam zum ersten guten Abschluss in der zweiten Halbzeit in der 55 Minute nachdem Tallig den Ball an der Mittellinie verloren hatte. Im Gegenzug scheiterte Bär erneut an Torwart Müller. Die folgende Ecke von Lex vergab Dressel. Marcel Bär hatte nach wie vor Probleme mit der Schulter und musste in der 56 Minute das Spielfeld verlassen, für ihn kam Biankadi. Auch Tallig musste runter, Daniel Wein kam für ihn. Nach einem Foul an Lex in der 59 Minute ergab sich die Möglichkeit für einen Freistoß aus etwa 30 Meter für den TSV. Wein schoss den Ball allerdings irgendwo hin, nur stand da keiner aus der eigenen Mannschaft und auch niemand vom Gegner. Der TSV war bemüht, den Ausgleich zu erzielen, kam aber nicht in zu den Chancen gegen die sehr tief stehenden Gastgeber aus Halle.

Bild: (c) Imago

In der 62. Minute eine Ecke von Wein, aber Torwart Müller konnte den Kopfball von Lang am kurzen Pfosten abfangen. Das Spiel erinnerte in dieser Zeit ein wenig an Handball, es ging rund um den Strafraum von Halle ohne wirklich gefährlich zu werden. In der 65 Minute dann der Ausgleich durch Daniel Wein, der aus 20 Metern den Ball zwischen den Beinen von einem Abwehrspieler links unten ins Tor beförderte. Der TSV wollte jetzt das Spiel gegen 10 Mann drehen und drängte auf das zweite Tor. Halle stand nach wie vor hinten mit ihren zwei Abwehrreihen und verlegte sich auf das Konterspiel. Es war ein Spiel auf nur ein Tor, das der Gastgeber. Neudecker bekam in der 75. Minute seine dritte gelbe Karte in dieser Saison nach einem Foul an der Mittellinie. Das Spiel selbst ging so weiter wie über die gesamte zweite Halbzeit: Halle Stand sehr tief und überließ dem TSV 1860 weitgehend das Spielfeld. Die nächste gute Möglichkeit hatte Stefan Lex in der 80 Minute, der Ball ging knapp Pfosten vorbei. Halle kam nicht mehr gefährlich vor das Löwentor, die Absicherung für Konter funktionierte. Nach einer Flanke von Wein ging der Ball knapp über das Tor vorbei, aber Neudecker stand im Abseits. Tim Linsbichler kam zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison in der 3 Liga in der 85. Minute, Niklas Lang durfte Feierabend machen. Den nächsten Freistoß aus etwa 30 Meter gab es für den TSV in der 87. Minute aus halblinker Position für den TSV. Neudecker brachte den Ball, wurde aber problemlos abgewehrt. Für Stefan Lex war das Spiel nach diesem Freistoß beendet, für ihn kam Lorenz Knöferl ins Spiel. Halle versuchte in den letzten Minuten des Spiels den TSV von dem eigenen Tor fernzuhalten, was aber nur bedingt gelang. Nach Ende der regulären Spielzeit gab es vom Schiedsrichter noch 4 Minuten Zuschlag. Mölders Kopfball in der zweiten Minute der Nachspielzeit ging knapp über das Tor. Die Angriffsbemühungen der Löwen verpufften an der sehr stabil stehenden Abwehr des HFC. In der 4. Minute der Nachspielzeit gab es noch einen ruhenden Ball etwa 28 Meter vor dem Tor. Linsbichler wurde von den Beinen geholt, der Schiedsrichter gab Freistoß für den TSV aus halblinker Position. Der direkte Schuss auf das Tor war aber für Torwart Müller kein Problem. Es war die letzte Aktion dieser interessanten Partie. 1:1 der Endstand.

Titelbild: (c) imago

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