Der 6. Spieltag führte den TSV 1860 München an den Rhein, zu Viktoria Köln. Der bisher siegreiche TSV steht auf Tabellenplatz 1 mit 15 Punkten, Viktoria Köln liegt auf Platz 8 mit 9 Punkten.

Tim Rieder ist für zwei Spiele nach der roten Karte aus dem letzten Spiel gesperrt, von daher wenig überraschend, dass Michael Köllner ihn durch Quirin Moll ersetzt. Auch Erik Tallig sitzt zunächst auf der Bank, dafür durfte Joseph Boyamba von Beginn an zeigen, was er kann.

Aufstellung

Marco Hiller (1, TW), Jesper Verlaat (4), Quirin Moll (5), Stefan Lex (7, C), Martin Kobylanski (10), Fabian Greilinger (11), Meris Skenderovic (14), Yannick Deichmann (20), Christopher Lannert (22), Joseph Boyamba (33), Leandro Morgalla (39)

Ersatzbank:

Tom Kretzschmar (40, TW), Niklas Lang (3), Erik Tallig (8), Albion Vrenezi (9), Alexander Freitag (13), Daniel Wein (17), Fynn Lakenmacher (19), Marius Willsch (25), Milos Cocic (30)

1. Halbzeit

Im Sportpark Höhenberg hatten die Gastgeber den Anstoß. Nach 30 Sekunden das erste Foul und damit Freistoß für die Löwen, die von zahlreichen Fans im Stadion unüberhörbar unterstützt wurden. Der Freistoß aus etwa 22 Meter durch Kobylanski endete mit einem Eckball für die Gäste, der zu einer zweiten Ecke führte. Aber der Ball kam zu kurz und konnte geklärt werden. Die ersten Minuten gehörten den Löwen, die hoch standen und Viktoria Köln unter Druck setzten, aber noch nicht gefährlich genug waren. In der 6. Minute ein Foul an Boyamba an der Ecke des Strafraums. Kobylanski zog direkt auf das kurze Eck, Torwart Voll konnte abwehren. Die Vorstöße von Köln konnten die Löwen bisher noch gut vor dem Strafraum klären. Die nächste Möglichkeit für die Löwen in der 10. Minute. Lex stört früh, so dass Deichmann in der Folge den Ball erobern kann, die Flanke wurde aber per Kopf abgewehrt. Nur eine Minute später holte Stefan Lex die nächste Ecke für die Löwen heraus. Köln konnte wieder abwehren. Der nächste Abschluss für die Löwen durch Meris Skenderovic, allerdings konnte der Torwart der Kölner problemlos unter sich begraben. In der 14. Minute ein Vorstoß von Köln, aber Verlaat und Morgalla konnten klären.

In der 15. Minute ein Freistoß für Viktoria Köln, der Ball wurde für die Löwen aber nicht gefährlich. Wieder ging es über Deichmann, der Stefan Lex in der Mitte bedienen wollte, aber der Ball kam nicht an. In der 17. Minute der erste Eckball für Köln, Marco Hiller war zur Stelle. Die Ecke selbst konnte geklärt werden, aber im Nachgang landete der Ball im Tor der Löwen. Allerdings war das abseits und der Schiedsrichter Tom Bauer erkannte den Treffer nicht an. Der nächste Aufreger in der 20. Minute. Greilinger musste klären, Hiller hatte den rettenden Reflex vor dem Eigentor. Köln wurde immer stärker, der aberkannte Treffer zeigte den Kölnern, dass was gehen könnte. Und die Löwen hatten so ihre Probleme, verloren oft den Ball. Ein Konter in der 22. Minute der Löwen scheiterte, Skenderovic verlor den Ball an den Gegner. In der 23. Minute Elfmeter für Viktoria Köln. Morgalla hat bei seinem Abwehrversuch diesen verursacht. Marcel Risse lies sich das nicht entgehen und so führte in der 24. Minute Viktoria Köln mit 1:0. Nicht unverdient, wenn man die letzten Minuten des Spiels betrachtet. Der erste Rückstand in dieser Saison für die Jungs von Michael Köllner in der Liga.

Der Anfangsschwung der Löwen war verschwunden, Köln war die letzten Minuten die bessere Mannschaft. In der 30. Minute ein schöner Angriff der Löwen durch Greilinger über Lex zu Skenderovic, der aber am Torwart Voll scheiterte. Kurz darauf verlor Lannert den Ball, was zur nächsten Möglichkeit für Köln führte, der Ball ging knapp vorbei. Die Löwen fanden keinen Weg nach vorn, der Gegner stand gut und gab nicht viel Raum. In der 35. Minute Freistoß nach einem Foul an Lex, Kobylanski brachte den Ball in den Strafraum, Verlaat köpfte auf Lex, dessen Kopfball ging über das Tor. Von den Löwen kam offensiv nicht viel, die Versuche mit weiten Bällen scheiterten. Der nächste Angriff der Löwen in der 40. Minute, Stefan Lex war im Abseits, deshalb brachte diese Situation auch keine Abschlussmöglichkeit. Das Team von Köllner wirkte ein wenig ideenlos, was das Spiel nach vorn betraf. Hiller passte in der 42. Minute genau auf und konnte knapp außerhalb vom Strafraum mit einer Grätsche klären. Eine Minute später kam Stefan Lex nicht zum Abschluss und ließ sich den Ball vom Fuß spielen. Eine Minute vor der Pause noch ein Eckball für Köln, der Kopfball ging knapp am Tor von Marco Hiller vorbei. Das war die letzte Aktion vor der Pause.

2. Halbzeit

Michael Köllner wechselte zur zweiten Halbzeit aus. Daniel Wein und Erik Tallig kamen, für Quirin Moll und Martin Kobylanski. Die Löwen begannen die zweite Halbzeit so wie in etwa die ersten Minuten der ersten Halbzeit. Köln wurde weit vom eigenen Tor ferngehalten, aber torgefährlich waren die Löwen nicht. In der 48. Minute ein Angriff über Tallig, die Flanke konnte abgewehrt werden, der Nachschuss geblockt. In der 51. Minute ein Freistoß für Köln, Torentfernung etwa 26 Meter. Risse brachte den Ball in den Fünfer, der Mitspieler kam zu spät. Im Gegenzug ein Foul an Stefan Lex, der Freistoß ging direkt zum Gegner. In der Folge Aufregung und Rudelbildung nach einem Foul an Boyamba, der Schiedsrichter sah das allerdings anders und gab Joseph Boyamba die gelbe Karte. In der 56. Minute die nächste Ecke für die Löwen, die nichts einbrachte. In der 59. Minute die bisher gefährlichste Aktion der Löwen, die aber den Ball nach einer Flanke nach Boyamba nicht ins Tor schießen konnten.

In der 63. Minute der nächste Versuch der Löwen, den Ausgleich zu erzielen, aber der Schuss von Boyamba ging über das Tor. Köln wechselte Hemcke aus, Siemon Stehle kam. Auch Köllner brachte noch eine frische Kraft, Fynn Lakenmacher kam für Meris Skenderovic. Der nächste Versuch der Löwen in der 65. Minute: Lakenmacher kann den Ball festmachen, spielt auf Boyamba ab, der will weiter zu Tallig spielen, aber hat den Gegenspieler dabei übersehen. Die Löwen taten sich wieder schwerer, in den Strafraum und vor das Tor von Köln zu kommen. Der Anfangsschwung war wieder verschwunden. In der 70. Minute kam Albion Vrenezi für Boyamba. Vrenezi hatte auch gleich eine Möglichkeit, der Ball landete auf dem Netz vom Tor. 71. Minute, Ecke für die Löwen. Der Ball ging weit vorbei. Ein Freistoß für die Löwen in der 73. Minute aus etwa 25 Meter Torentfernung, Vrenezi schoss genau in die Arme von Torwart Voll. Eine Flanke von Lannert köpfte Lakenmacher über das Tor. In der 75. Minute eine weitere Ecke für die Löwen, Erik Tallig brachte den Ball in den Strafraum, aber sorgte nicht für Torgefahr. Köln wechselte nach dieser Szene, Risse und Meißner gingen Lankford und Hong kamen.

Verlaat spielte jetzt nicht mehr in der letzten Reihe, sondern in der ersten, neben Lakenmacher. Etwas überraschend. In der 79. Minute eine Ecke für Köln, der Konter der Löwen verlief im Nichts. In der 81. Minute wechselte Köllner noch einmal, Marius Willsch kam für Kapitän Stefan Lex. Kurz nach der Einwechselung konnte der Angriff der Kölner noch vereitelt werden. Auch Köln wechselte noch einmal, Handle ging Kubatta kam. Die Löwen versuchten alles, noch den Ausgleich zu erzielen, kamen aber nicht gefährlich genug vor das Tor des Gegners. In der 86. Minute ein weiterer Freistoß. Der zum Stürmer umfunktionierte Jesper Verlaat sorgte nach einem Freistoß für den Ausgleich. Lakenmacher legte quer, Verlaat konnte mit dem Kopf treffen. Nur eine Minute später musste Morgalla auf dem Feld behandelt werden. Es ging für ihn aber weiter. Die Uhr lief runter, Köln versuchte ein wenig das Ergebnis über die Zeit zu retten. Schiedsrichter Bauer gab 3 Minuten Nachspielzeit, in denen in der ersten Minute nicht viel passierte. Köln schien sich mit dem Ergebnis zufrieden zu geben und hielten den Ball in den eigenen Reihen. Mit einem 1:1 Unentschieden endete das Spiel.

Titelbild: (c) Imago-Images / Sportfoto Rudel

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