Der TSV München von 1860 e.V. bezieht Stellung im Hinblick auf die Berichterstattung im kicker-Magazin. In der Montagsausgabe wurde dort ein Zitat aus einer eMail von Dr. Markus Drees abgedruckt. Die Stellungnahme wurde von Sascha Königsberg, dem stellvertretenden Vorsitzenden, verfasst.

Brisant dabei die Aussage, dass die besagte eMail ausschließlich an den Kreis der Verwaltungsräte ging. Zudem schreibt Königsberg, dass von den aktuell amtierenden Verwaltungsräten niemand dem kicker diese vertraulichen Daten weitergegeben hat. Im Umkehrschluss heißt dies, dass nur 2 Personen in Frage kommen.

Der Verein behalte sich rechtliche Schritte vor, so Königsberg.

Die Stellungnahme:

Stellungnahme zur Berichterstattung im kicker-Sportmagazin vom 15.01.2018

An die Mitglieder des TSV München von 1860 e.V.

In der Ausgabe des kicker-Sportmagazins vom 15.01.2018 zitiert Autor Mounir Zitouni aus einer E-Mail des Verwaltungsratsvorsitzenden Dr. Markus Drees, die ausschließlich an den geschlossenen Kreis der Verwaltungsräte des TSV München von 1860 e.V. zur internen Abstimmung gerichtet war.

Unabhängig vom zitierten Inhalt gilt es zunächst festzustellen, dass sich Verwaltungsratsmitglieder zur Verschwiegenheit über erhaltene vertrauliche Berichte und vertrauliche Beratungen verpflichten. Die Wahrung der Vertraulichkeit ist für eine offene unbefangene Meinungsäußerung und Meinungsbildung innerhalb des Gremiums unerlässlich.

Stünde es einem Mitglied frei, Vorgänge, die ihm bei Beratungen des Verwaltungsrates zur Kenntnis gelangen, nach eigenem Ermessen an Dritte oder in die Öffentlichkeit zu tragen, wäre – zum Schaden des Vereins – eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Verwaltungsrat unmöglich.

Aus den Reihen der aktuell amtierenden Verwaltungsräte hat niemand den im kicker-Sportmagazin zitierten vertraulichen E-Mail-Verkehr an Dritte weitergereicht, allerdings ist nicht auszuschließen, dass die vom November 2017 stammende E-Mail von der damaligen Besetzung des Verwaltungsrats an Dritte verbreitet wurde.* Der Verwaltungsrat kennt jedoch mittlerweile den Urheber des Vertrauensbruchs. Die Quelle der Information konnte zugeordnet werden. Der Verwaltungsrat behält sich juristische Schritte gegen den Urheber vor. Weitere Indiskretionen aus unserem Gremium können ausgeschlossen werden.

Der Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V. respektiert unterschiedliche Ansichten und Einschätzungen, aber keinen Bruch der Verschwiegenheit aus durchsichtigen politischen Motiven wie geschehen.

Stellvertretend für den Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V.
Sascha Königsberg, stellvertretender Vorsitzender

* nachträglich durch Verein ergänzt

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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