Präsident Robert Reisinger sprach vor dem gestrigen Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg II (0:2 Niederlage für die Löwen) mit der BILD-Zeitung. Diplomatisch und sachlich beantwortet das Oberhaupt der Löwen die Fragen.

Benny Lauth zu den Löwen? Wie steht es aktuell um die Mannschaft des TSV 1860 München nach zwei Niederlagen in Folge? Was denkt Robert Reisinger über das teure Trainingslager? Was gibt es neues an der Stadionfront? Und wie ist der Kontakt zu Ismaik momentan?

Mögliche Einbindung von Lauth bei den Löwen?

Benny Lauth wird immer wieder als möglicher Funktionär bei den Löwen genannt. “Reisinger will Lauth zurückholen!”, so die Schlagzeile in der BILD-Zeitung. Und tatsächlich stellte Journalistin Kristina Ellwanger dem Präsidenten des TSV 1860 München die Frage, was er mit ihm plane. Weil laut BILD er sich zuletzt länger mit ihm unterhalten haben soll. Die Antwort von Reisinger ist deutlich nüchterner und sachlicher als die Schlagzeile vermuten lässt. Es sei ein gutes Gespräch gewesen über die Löwen und über Fußball allgemein. “In der dritten Liga sehe ich aber keine Möglichkeit, wie es nach einem Aufstieg aussieht wird man sehen”, so Reisinger. Aber es sei doch immer schön, “wenn man verdiente Ex-Löwen, in welcher Form auch immer, im Verein einbinden kann”.

Die Situation bei den Profis

Auch über die aktuelle Mannschaft spricht die BILD mit dem Präsidenten der Löwen. Die Leichtigkeit sei verloren gegangen, bemängelt Reisinger. Der Präsident vermutet, dass die Spieler anfangen nachzudenken. Sorgen macht er sich allerdings nicht. Reisinger ist überzeugt, dass Köllner der richtige Trainer ist. “Er hat bisher immer die Trendwende geschafft und wird es wieder tun. Seine Kommunikationsstärke ist einmalig, ein Segen. Es wird keine Trainerdiskussion aufkommen!” Wenn man vor der Winterpause 33 Punkte holt und dann in der Rückrunde 37 Punkte holt, wäre man sicher durch, meint das Oberhaupt der Löwen. Das Interview wurde vor dem gestrigen Spiel geführt. Die angestrebten 33 Punkte sind nach der Niederlage gegen den SC Freiburg II nicht mehr möglich. Mit einem Sieg gegen Rot-Weiss Essen am Montag wären es 32 Punkte.

Teures Trainingslager

Das hat Champions-League-Niveau” kritisiert Präsident Reisinger die Entscheidung der Geschäftsführung der KGaA im Winter sich in einem Luxus-Hotel aufzuhalten. Es koste fast die Hälfte mehr als letzte Saison, so Reisinger. “Wir rühmen uns immer mit Fan-Nähe, verbarrikadieren uns jetzt aber in einem sündhaft teuren Hotel und schließen die Anhänger aus. Das ist nicht wie ich 1860 verstehe.” Zufrieden scheint Reisinger mit der Geschäftsführung dennoch. Sie machen beide tolle Jobs, so der Präsident. Das soll seiner Meinung nach auch so bleiben.

Kontakt mit 1860-Gesellschafter Ismaik

Wie geht es eigentlich Hasan Ismaik, dem Gesellschafter und Kreditgeber der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA? “Ich hoffe gut”, meint Reisinger. Man habe aktuell nur direkten Kontakt zu seinen Statthaltern. “Ich würde mich sehr freuen, wenn er spätestens im Mai zur Aufstiegsfeier nach München kommt”.

Stadiondiskussion

Präsident Reisinger wünscht sich ein Stadion für die Löwen, dass sich wirtschaftlich rechnet. “Am besten mit 21 000 bis 25 000 Zuschauern”, so Reisinger. Er erwartet einen konstruktiven Austausch im Rathaus. Es würden alle Optionen geprüft. Und das Olympiastadion. Es stünde nach seinen Informationen in nächster Zeit nicht zur Verfügung. Von einer Aufteilung, Spiele im Grünwalder und im Olympiastadion auszutragen, hält er nicht viel. Das wäre “organisatorisch allein schon wegen dem Spielplan sehr schwer umsetzbar sein.” Gegen einen Neubau hätte Reisinger nichts. Intern gesprochen wurde darüber allerdings noch nicht. “Am liebsten am Standort Giesing, aber jede andere Option gehört geprüft.”


Titelbild: IMAGO / Ulrich Wagner

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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