Der TSV 1860 München Futsal steht nach einem hart erkämpften 4:1 Sieg im Halbfinalrückspiel (Hinspiel 7:5) gegen das Nürnberger Futsalteam im Finale um die Bayernliga-Meisterschaft. Gegner sind in zwei Wochen die Ingolstadt Panthers, die sich im zweiten Halbfinale gegen Regensburg durchsetzen konnten.

Wär hätte das gedacht? Im Oktober 2021 sah es für die Löwen noch extrem düster aus. Sogar eine Abmeldung der Mannschaft vom Spielbetrieb stand zur Debatte, zumal nach einer erfolglosen Saison, zahlreiche Spieler den Verein verlassen hatten und es höchst unklar war, ob zu Saisonbeginn genügend Spieler zur Verfügung stehen würden. Dass sich die akribische Aufbauarbeit von Trainer Franjo Ereiz und dem neuen Futsal-Leiter Thomas Bohlender bereits in der ersten Saison auszahlen würde, damit hatten beide und auch das Umfeld nicht in den kühnsten Träumen gerechnet. Aber der Weg ins Finale war steinig und keineswegs vorgezeichnet. Die Futsaler aus der Lebkuchen-Weltmetropole Nürnberg wehrten sich nämlich nach Kräften gegen das Halbfinal-Aus. Beide Mannschaften begannen höchst vorsichtig und defensiv. Nur nicht in Rückstand geraten. Nürnberg musste 2 Tore aus dem Hinspiel aufholen. Im Futsal bei zwei gleichwertigen Mannschaften ein durchaus realistisches Unterfangen.

Das erste Ausrufezeichen des Spiels setzten allerdings die Sechzger mit dem 1:0 durch ihren Spielgestalter Linus Radau. Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die Pause. Mitte der zweiten Halbzeit erhöhte Linus Radau sogar auf 2:0. Die tapfer kämpfenden Nürnberger kamen eine Minute später zum 1:2 Anschlusstor, ersetzten den Torwart durch einen 5. Feldspieler und zogen vor dem Tor der Löwen ein Powerplay auf. Aber der diesmal überragende Löwentorhüter Mihael Vukovic hielt den knappen Vorsprung mit seinen Paraden fest. In den Schlussminuten trafen dann Igor Ilinkovic und Ante Topcic gegen aufgerückte Gegner ins verwaiste Nürnberger Tor zum 4:1 Endstand.

Nach dem Spiel stellte Trainer Franjo Ereiz zufrieden fest: „Meine Mannschaft hat eine solide Leistung gezeigt, ich bin sehr zufrieden, nur die Chancenverwertung hätte noch etwas besser sein können.“ Lob gab es von seiner Seite vor allem für seinen Torwart Mihael Vukovic.

Auch Futsal-Leiter Thomas Bohlender äußerte sich höchst zufrieden: „ In diesem Spiel wurde uns kämpferisch und taktisch alles abverlangt. Unsere Mannschaft hat die Herausforderung mit Bravour gemeistert. Es war ein Arbeitssieg, aber wir sind im Finale und das ist es, was zählt.“

Zur Belohnung für den Finaleinzug durften sich die erschöpften Löwenspieler nach dem Spiel von den ca. 60 Zuschauern feiern lassen und die Getränke des Sponsors Hacker-Pschorr in vollen Zügen genießen.

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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arik

Sauber. Dann ab ins Finale.