Europaweit Platz 19 für den Ausbildungsverein 1860

Laut CIES Football Observatory ist der TSV München von 1860 in Europa einer der Top Ausbildungsvereine, die Spieler für die 5 wichtigsten europäischen Ligen ausgebildet haben. Die 5 Ligen sind die Bundesliga in Deutschland, die englische Premier League, die spanische Primera División, die italienische Serie A und die Ligue 1 in Frankreich. Die dort spielenden Fußballer müssen in den Ausbildungsvereinen mindestens drei Saisons zwischen ihrem 15. und 21. Lebensjahr absolviert haben, um für das Ranking mitzuzählen. Die Löwen sind in dieser Auflistung europaweit auf Platz 19. In Deutschland ist zudem lediglich der VfB Stuttgart (Platz 9) vor den weiß-blauen Münchnern.

Diese 17 Spieler werden eingerechnet:

  • Julian Weigl (BVB)
  • Kevin Volland (Bayer Leverkusen)
  • Philipp Max (FC Augsburg)
  • Sven Bender (Bayer Leverkusen)
  • Lars Bender (Bayer Leverkusen)
  • Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach)
  • Marius Wolf (BVB)
  • Felix Uduokhai (Werder Bremen)
  • Christopher Schindler (Huddersfield Town, Premier League)
  • Florian Niederlechner (SC Freiburg)
  • Fabian Johnson (Borussia Mönchengladbach)
  • Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen)
  • Tobias Strobl (Borussia Mönchengladbach)
  • Bobby Wood (Hannover 96)
  • Alexander Hack (Mainz 05)
  • José Holebas (FC Watword, Premier League)
  • Daniel Baier (FC Augsburg)

Aktuelle Lage des Nachwuchsleistungszentrums

Diese ausgezeichnete Bewertung des TSV München von 1860 beruht natürlich vor allem auf vergangenen Spieler-Ausbildungen und wird in den kommenden Jahren so nicht haltbar sein. Um den Ausbildungsbetrieb des Nachwuchsleistungszentrums auf hohem Niveau zu halten bzw. wieder zu bekommen, sind Gelder notwendig. Die Talentförderung der Löwen hat maßgeblich unter dem Doppelabstieg und der daraus resultierenden finanziellen Lage mitgelitten. Doch die klamme finanzielle Lage des NLZ begann bereits vor dem tiefen Fall in die Regionalliga. Im April 2017 kritisierte Roman Beer, Abteilungsleiter der 1860-Fußballer, dass von Seiten der KGaA Zahlungen nicht erfolgt waren. Weder für die Saison 2015/16 noch für die Saison 2016/17 waren die vereinbarten 500.000 Euro gezahlt worden. Diese waren Teil der Vereinbarung im Servicevertrag vom 18. Oktober 2013. Ismaik hatte dem Präsidium gedroht, er wolle eine eigene Fußballschule gründen, sollten sich die Mitglieder gegen eine Eingliederung des kompletten Nachwuchsbereichs in die KGaA stellen. Die Zahlungen wurden anschließend gestundet und beim e.V. bilanztechnisch ausgebucht.

Bringt Mitgliederversammlung Transparenz zum Thema NLZ?

Am Dienstag in genau zwei Wochen findet die Mitgliederversammlung der Fußballabteilung des TSV München von 1860 e.V. statt. Die Mitglieder haben hierzu bereits eine Einladung bekommen. Einer der wesentlichen Themen wird sicherlich das Nachwuchsleistungszentrum werden. 2017 kündigte Roman Beer an, dass es Rücklagen gäbe, die aber innerhalb eines Jahres aufgebraucht sein müssten. In der Zwischenzeit ist mehr als ein Jahr vergangen. Die große Frage: Wie finanziert sich das Nachwuchsleistungszentrum aktuell und auch zukünftig?

Positiv: Durch die Unternehmer für Sechzig können einige Projekte für die Fußballjunioren von der U10 bis zur U17 umgesetzt werden. Aktuell sind Trainingslager und auch die Teilnahme an internationalen Turnieren geplant. Zudem wurde ein Bus finanziert.

Insgesamt gibt es jedoch einige Fragen, zu denen es am Dienstag, 13. November 2018 seitens der Abteilungsleitung Antworten geben könnte. Das Löwenmagazin wird in zwei Wochen mit Vertretern vor Ort sein und Euch informieren.

 

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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Derzeit sieht unser Nachwuchs wirklich etwas traurig aus. Fast komplett nicht höchstklassig und bereits im Oktober hat eigentlich nur noch die U17 realistische Aufstiegschancen. Für eine Drittligamannschaft sicher akzeptabel, doch ist der Niedergang eben schon schwer hinzunehmen. Das Geld der KGaA, welches ausbleibt, ist hier dringend von Nöten, wollen wir nicht noch weiter ins Hintertreffen geraten.