Es ist keine schöne Geschichte, die von der tz München heute beschrieben wird. Nach dem Wechsel von Leon Klassen von der WSG Tirol zu Spartak Moskau fragen sich viele, warum Klassen bei den Löwen nicht durchschlagen konnte. Schuld sollen nicht nur sportliche, sondern auch soziale Komponenten gewesen sein.

Das sich Klassen “nur bedingt” in der 3. Liga bei den Löwen duchsetzen konnte, soll dabei auch an der “ruppigen Gangart in der Löwen-Kabine” gelegen haben. “Einmal, so erzählt man sich, sei Klassen von den (Ex)- Platzhirschen gefesselt und eine Stunde lang im Fahrstuhl hoch- und runtergefahren worden”, schreibt die tz München. Moderne Menschenführung sieht freilich anders aus. Wer die Platzhirsche gewesen sein sollen, das lässt die Boulevard-Zeitung zwar offen. Gemeint sind aber wohl, nach Informationen des Löwenmagazins, vorrangig Sascha Mölders und auch Aaron Berzel. Mit Berzel hatte man im Sommer 2020 nicht mehr verlängert. Bei Mölders hat man nun im Dezember die Reißleine gezogen.

Und Leon Klassen? An ihm verdient sich die WSG Tirol nun eine goldene Nase. 900.000 Euro, die auch der TSV 1860 gut hätte brauchen können. Doch den Löwen bleibt nur eine geringe Ausbildungsentschädigung. Klassen sei mental nicht stark genug gewesen, so wird Köllner zitiert. Er habe ihm deshalb gesagt: “Du musst Sechzig verlassen.” Sicherlich auch aus sportlichen Gründen, so die tz, weil der Trainer links auf Steinhart setzte. Außerdem ließ Köllner damals keine Fünferkette spielen, in der Klassens Qualitäten am besten zur Geltung gekommen wären.

Der Bericht der tz München findet ihr hier: Krasse Fehleinschätzung: 1860 entgehen 900.000 Euro bei Klassen-Wechsel

(Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Löwenmagazins.)
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