Der TSV 1860 München steht vor schweren Spielen. Zunächst das Spiel gegen Dynamo Dresden, dann Borussia Dortmund. Präsident Robert Reisinger nimmt zur richtigen Zeit ein wenig vom selbst geschaffenen Druck. Ein Kommentar dazu.

Nein, eine einfache Ausgangslage hat sich Michael Köllner nicht geschaffen. Der Aufstieg wurde quasi versprochen. Über die Aufstiegsfeier wurde im Haus von Köllner wohl auch schon geredet. Viele Fans sind vorsichtig bei großen Worten. Und bei der All-In-Strategie des Cheftrainers. Sie wollen nun erst einmal Taten sehen. Aber was, wenn der Saisonstart nicht klappt?

Es gäbe eine Strategie. Und die würde man nach fünf Spielen nicht über den Haufen werfen, so Präsident Reisinger auf die Aussage, dass sich einige Fans Sorgen wegen des harten Starts machen. “Wir neigen nicht mehr zu Überreaktionen”. Zwar fordert Reisinger lachend, dass Köllner zumindest mehr Spiele bis Weihnachten gewinnen muss, als vergangene Saison. Aber selbst wenn das nicht klappt, “dann müsse man alles analysieren.” Der Präsident macht klar: “Wir müssen weg von diesen Bauchentscheidungen!”

Es sind die richtigen Worte zur richtigen Zeit. Und durchaus vorausschauend – denn eine Garantie für einen Blitzstart gibt es nicht. Für Köllner ist es wichtig zu wissen, dass es eben diese verrückten Bauchentscheidungen nicht mehr gibt. Dass er in Ruhe von Spiel zu Spiel arbeiten kann. Auch mal ein Spiel verlieren und trotzdem rasch wieder nach vorne schauen kann. Reisinger versachlicht die ohnehin schon sehr emotionale Lage damit deutlich.

Emotional dürfen die Fans sein – die Führung des TSV 1860 München konzentriert sich auf die Sacharbeit. Und das ist gut so.

Auch interessant: 1860-Präsident Reisinger wünscht sich lange Ära mit Trainer Köllner

Ihr wollt über das kommende Spiel diskutieren? Hier ist unser Artikel dazu: 3. Liga 22/23 – 1. Spieltag: Dynamo Dresden – TSV 1860 München (loewenmagazin.de)


Das Interview findet man morgen in der tz München und in deutlich längerer Version übrigens auch morgen in der Printausgabe des Münchner Merkur.

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_Flin_

Morgen beginnt die Saison. Hurra!

Mit einem Unentschieden in Dresden wäre ich schon zufrieden. Gegen Dortmund gibt es ein Fest. Mit viel Gesang, Bier und Spass. Ob der Fussball dazu beitragen wird? Wir werden sehen. Die Chancen auf ein Weiterkommen sind gering, das wissen wir alle.

Egal wie diese zwei Spiele ausgehen, es muss konzentriert gearbeitet werden. Der Spielplan spielt uns eher in die Hände. Egal, wie die ersten zwei Spiele ausgehen, die Spieltage 2 bis 5 sind die Spiele, die die Richtung vorgeben. Oldenburg, Meppen, Verl und Halle sind der Stoff, aus dem der Aufstieg ist. Letztes Jahr haben wir zuhause gegen Meppen und Halle einen Punkt geholt. Und insgesamt 3, durch drei Unentschieden.

Aber wer Aufsteigen will, muss Meppen und Halle schlagen. 8 Punkte aus 4 Spielen gegen die beiden holen, nicht drei. Das sind die 5 Punkte, die am Ende letzte Saison gefehlt haben.

In Dresden muss man nicht gewinnen. Daheim gegen Meppen und Halle schon. Aber das kommt auch nicht von alleine. Insofern… Runterfahren, jeden Tag arbeiten und das Beste geben, was man hat. Dann wird das schon.

Last edited 4 Monate zuvor by _Flin_