Die große Meinungsumfrage unter den Fans des TSV München von 1860


1. Teil: Die Auswirkung der Bayernliga-Zeit auf die Altersstruktur der Fanszene

2. Teil: Die Zugehörigkeit der Teilnehmer zum TSV 1860 e. V. und den Fanclubs

3. Teil: Zwischen Allianz-Arena und Grünwalder: Die große Stadionfrage

4. Teil: Reisinger Präsidium: So bewerten unsere Teilnehmer die Vereinsführung


Die Stadiondiskussion ist wohl einer der zentralen Themen beim TSV München von 1860. In mehreren Fragen haben wir diese unter den Fans erörtert.

“War es im Hinblick auf den Zwangsabstieg die richtige Entscheidung, die Allianz Arena zu verlassen?”

Lange kursierten die Gerüchte, dass viele Fans nicht der Meinung waren, dass dies die richtige Entscheidung ist. Unsere Teilnehmer haben sich mit 84 Prozent für “Ja” entschieden. Immerhin 16 Prozent sind der Meinung, dass es nicht richtig war.

“Gehst du gerne ins Grünwalder Stadion?”

Die Ablehnung des Grünwalder Stadions wird oft behauptet. Selbstverständlich gibt es viele Kritikpunkte und einiges muss sich ändern. Das war jedoch nicht der Inhalt unserer Frage. Wir wollten einfach nur wissen, ob die Teilnehmer unserer Umfrage gerne ins Grünwalder Stadion gehen. 84 Prozent haben dies bejaht.

“Was sind für dich Stadionoptionen im Hinblick auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga?”

Die Stadionfrage wird vor allem im Hinblick auf die Stadionoptionen interessant. Wir haben mehrere Stadionoptionen genannt, die unserer Grafik zu entnehmen sind. Die Angaben sind in Prozent.

Für unsere sehbehinderten Leser, die sich unsere Texte vorlesen lassen und die Grafiken nicht sehen können, hier die Ergebnisse als Text:

  • Neubau Umland: 48 % Ja, 28 % Nein, 17 % Unentschlossen, 7 % keine Angaben
  • Neubau Stadt: 51 % Ja, 21 % Nein, 19 % Unentschlossen, 9 % keine Angaben
  • Untermiete Haching: 4 % Ja, 76 % Nein, 8 % Unentschlossen, 12 % keine Angaben
  • Olympia-Stadion: 17 % Ja, 47 % Nein, 25 % Unentschlossen, 11 % keine Angaben
  • Allianz-Arena: 5 % Ja, 79 % Nein, 4 % Unentschlossen, 12 % keine Angaben
  • Umbau GWS: 67 % Ja, 17 % Nein, 10 % Unentschlossen, 6 % keine Angaben

 

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BruckbergerLoewe

Ohne die Zustimmung des Stadtrates und des Oberbürgermeisters geht gar nichts.
Deshalb ist offensiver (Fan-) druck auf die Mitglieder der Stadtratsfraktion wohl das einzige was hilft. Natürlich neben einem Umbausponsoring durch …………. (Autofirma,Wettanbieter ?)

tomandcherry

Der Dauerbrenner beim TSV 1860 München… 😉

So interessant sich die Ergebnisse dieser Meinungsumfragen auch lesen mögen, letzten Endes wird auch “die Stadionfrage” aufgrund von zwei mehr oder weniger entscheidenden Faktoren entschieden werden.

1.) Was kann man sich finanziell leisten (also Neubau, Sanierung/Renovierung GWS, Miete – wo auch immer)?

2.) Wer bezahlt das?

Alles andere ist – Entschuldigung – vollkommen nebensächlich und für die Entscheidungsfindung absolut unerheblich.

Wen sollte auch interessieren, ob der Fan tomandcherry (nur stellvertretend genannt für x-tausende) lieber in’s GWS, in’s Oly oder in ein noch zu erstellendes Neubaustadion (in/um München oder sonstwo) pilgern will? Die AA hat sich sowieso komplett erledigt, ob das dem ein oder anderen nun gefällt oder nicht.

Und bei allem Respekt vor den Gefühlen von x-tausend Löwen-Fans, die sich mit dieser oder jener Lösung anfreunden oder eben komplett ablehnen würden:

Es ist ein finanziell sehr schwer zu stemmendes Thema. Für einen notorisch in finanzieller Schieflage befindlichen Verein wie den unseren sowieso.

Am Ende wird man höchstwahrscheinlich eine einzige Lösung präsentiert bekommen – und das könnte ein halbwegs zweitligataugliches GWS für xx.000 Besucher sein. Das Oly wird wohl finanziell ebenso wenig bezahlbar sein (von den x-mal angeführten “Denkmalschutz-Gründen” ganz zu schweigen), wie ein nagelneues Stadion innerhalb oder außerhalb der Münchner Stadtgrenzen.

Alle Fans des TSV 1860 München sollten in einer ruhigen Minute mal darüber nachdenken, wie sie z.B. einen Hausbau oder eine umfangreiche Sanierung ihres Hauses finanziert bekommen?

Entweder durch sehr (!) viel Eigenleistung und dadurch entsprechend geringere Kapitalquote, oder durch eine Finanzierung mit Eigen-/Fremdkapitalmitteln, bei denen sich ein Darlehensgeber (z.B. die finanzierende Bank) eine Menge an Sicherheiten und einen gewissen Anteil an Eigenkapital nachweisen lässt.

Und ob der TSV 1860 München bei den Banken/Kreditgebern ein “AAA”-Rating bekommt? Zweifel dürfen angemeldet werden.

3und6zger

Vielleicht sollten wir als Fans mal eine andere Rolle einnehmen, 18,60 Mio € per Crowdfunding einnehmen (das sind nur 100 000 Anteile à 186€) und die dem Bürgermeister als Finanzierungsanteil für einen Umbau oder Neubau anbieten. Die Allianz Arena hat die Stadt ja auch mit ca 200 Mio subventioniert. Und wenn Sechzig nicht 10 Jahre drin gespielt hätte, wäre das eine nach EU-Recht unzulässige Subventionierung gewesen. Und wann war diese 10-Jahres-Frist zu Ende. Genau, als Du-weisst-schon-wer ausm Knast kam. Diese Meinung kann mir niemand ausreden, weil ich als Münchner Bürger nämlich meine Steuern dafür gezahlt habe. Und deswegen erhebe ich jetzt auch die Forderung an die Stadt, für ein Sechzgerstadion auch was zu tun. Diese Lärm- und Baueinschränkungen sind nämlich nicht wegen der Bewohner dort, sondern wegen der Immo-Spekulanten entstanden. Geiles Gründstück, mach mer fetten Reibach, wenn’s Stadion abgerissen werden muß, war da die Devise! Von daher, auf Wahlveranstaltungen gehen und die Kandidaten löchern, 2020 sind Kommunalwahlen.
Mit Leib und Seele, aus voller Kehle……….

tomandcherry

@ 3und6zger

Deine Idee mit einer Crowdfunding-Aktion finde ich sehr gut! Die von Dir als Rechenbeispiel genannten 186 Euro würden bei 100.000 Anteilen ein erkleckliches Sümmchen (18,6 Mio.) ergeben. Damit ließe sich schon mal eine ausgezeichnete Verhandlungsbasis für Gespräche mit den Stadtoberen schaffen. Und mir persönlich erscheint es wesentlich erfolgversprechender auf diesem Weg „frisches Geld“ zu akquirieren, als bei den Banken (oder bei „ihm“, Gott bewahre) auf Knien förmlich darum zu betteln.

Einen Versuch wär‘s jedenfalls wert.

tomandcherry

@ Klothilde, Konterhoibe, Buergermeister, bluwe

Vielleicht noch ergänzend zu meiner ganz persönlichen Einstellung in der “Stadionfrage”:

Ich war zum ersten mal in meinem Leben in einem richtigen Fußballstadion, als ich 10 Jahre alt war und 60 als damaliger Zweitligist gegen den FSV Frankfurt mit 6:0 gewonnen hat. Und das war – logisch! – im GWS. So etwas vergisst man nie und dieses Spiel hat mich zum Löwen-Fan gemacht.

Allerdings bin ich auch mitgegangen, als es in’s Oly und später in die AA ging.

Mir persönlich war der Ort, an dem “mein Verein für alle Zeit” seine Heimspiele austrägt, nie so extrem wichtig. Es gab auch seinerzeit schon Pro/Contra GWS, Oly und AA und ich hatte für beide Parteien Verständnis, denn “das Stadion”, das bei 100 % der Löwenfans ausschließlich Zustimmung finden wird, gibt es nicht und wird es vermutlich auch niemals geben.

Zugegeben: Ich hätte auch nichts gegen einen Neubau an einem bislang noch nicht bekannten Standort einzuwenden. Nur sehe ich momentan überhaupt keine noch so kleine Chance, dass dies jemals umgesetzt werden könnte.

Die Argumente gegen eine Aufstockung bzw. komplette Neukonzeptionierung des GWS kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen.

Das “Lärmproblem” ist m.E. nur vorgeschoben. Wer in der Nähe des Stadions wohnt, wohnt eigentlich auch an mind. einer stark frequentierten Straße (Grünwalder oder Mittlerer Ring) und wer weiter weg in diversen Nebenstraßen sein Zuhause hat, wird vom Wirbel vor und nach einem Heimspiel der Löwen auch nicht aus seinen tiefsten Träumen gerissen.

Das “Parkplatzproblem” sehe ich ebenfalls als nicht so gravierend an. Als ich in den Siebzigern anfing in’s GWS zu gehen, waren teilweise weit mehr als 20.000 Zuschauer, in Spitzenspielen sogar über 30.000 im GWS. Die kamen damals auch nicht alle mit Bus und Bahn daher. Und die fanden damals ihre Parkplätze, wieso sollte es heutzutage schwerer sein? So viel “nachverdichtet” wurde doch rund um das Stadion in den letzten Jahren nicht, oder täusche ich mich?

Am ehesten problematisch sind wohl die Vorgaben der DFL für Stadien der Profi-Mannschaften. Ohne jetzt im Einzelnen sämtliche Vorgaben zu kennen, wird das wohl “die Baustelle” schlechthin werden, wenn sich das GWS als Heimspielstätte für den Dritt- oder irgendwann hoffentlich wieder Zweitligisten TSV 1860 entpuppen sollte.

Trotzdem ist das kategorische Ablehnen oder Zurückziehen auf “Es geht halt nicht” m.M. nach etwas zu schnell dahergesagt.

Wenn echtes Interesse und Wille zur Hilfe seitens der Stadt München vorhanden wäre, ginge garantiert mehr, als die “großzügige Aufstockung” auf 15.000 oder evtl. sogar 20.000 Plätze.

Andererseits ist es auch verständlich, dass die Stadt dem roten Branchenprimus alle Wünsche von den Augen abliest, denn der ist schließlich ein nicht unwesentlicher Werbe- und Sympathieträger (nun ja…) für München.

Wir dagegen sind… jedenfalls nicht ganz so populär und wichtig für München, wie die Seitenstraßler.

Und wenn man prominente und einflussreiche Fürsprecher hat, geht halt auch in der Stadtverwaltung von München manches etwas schneller voran, als wenn man gefühlt jedes Jahr einen neuen Präsidenten, Geschäftsführer, Sportdirektor, Trainer… präsentieren muss.

klothilde

100% Zustimmung.
Ein Stadionneu oder Umbau wird uns so schnell keiner finanzieren.
Das Risiko (siehe AA) des Totalverlusts ist viel zu hoch.

konterhoibe

Ein Stadionneubau wäre allerhöchstens Sinnvoll wenn wir Konstant wieder irgendwann in der 2. Liga wären. Wer ist denn Bitte so blöd und stellt einem dann evtl. 3. Liga Verein der Chronisch verschuldet ist ein neues Stadion hin, mit der Gefahr das wir wieder in die 4. Liga absteigen (was immer mal passieren kann).

Ein Umbau des GWS hingegen ist, zumindest ein klein wenig, nicht so Riskant. Sagen wir mal das wir es wirklich schaffen das wir 30.000 Leute reinbekommen würden. Bei unseren Positiv bekloppten Fans kann ich mir, bei entsprechender Sportlicher Leistung, durchaus vorstellen das es immer Rappelvoll wäre.

Aber das ist ja alles Zukunftsmusik und steht in den Sternen ob es überhaupt möglich ist. Erstmal Meisterschaft und dann Relegation packen, dann kann man weiter reden.

buergermeister

welche Tribüne kann so erweitert werden, dass nochmal 8000 mehr reinpassen?
(gerechnet jetzt mit den 22.000 die man evtl im Moment erzielen könnte…)

konterhoibe

Die Tribüne die meiner Meinung nach am Sinnlosesten ist bzw. den meisten Spielraum für Verbesserung bietet, ist die Haupttribüne. Da kann man etwas viel Sinnvolleres hinstellen. Aber wie gesagt, erstmal abwarten.

hheinz

Die Hauptribüne ist aber meiner Meinung nach die Problematischste wegen der Nähe zur angrenzenden, sehr nahen und niedrigen, Wohnbebauung.

Vermutlich müsste man die Rasenfläche näher an die Stehhalle setzen und mit den gewonnenen Metern bekommt man eventuell für die Haupttribüne etwas mehr Spielraum nach oben. In einigen Planspielen war u.a. deswegen eine Tieferlegung der gesamten Spielfläche geplant.

Wenn man ehrlich ist kann eigentlich keine einzige Tribüne so bleiben wie sie aktuell ist. Die Komplexität ist eigentlich in unserer aktuellen Situation kaum beherrschbar.

konterhoibe

And er Westkurve würde ich, außer einer Überdachung, vielleicht nicht viel ändern – dürfte auch schwer sein weil dahinter schon der Abgrund beginnt. Man könnte auch an der Stehhale noch was machen – da ist nach vorne hin noch so viel Platz über, das ist irgendwie verschenkt. Auch wäre da vielleicht noch Sinnvoll den Bereich für Behinderte zu verbessern, da hakts noch gewaltig.

bluwe

… fast überall ein bisserl was 😉
Ost kann überdacht und es passt locker noch ein Rang drauf;
West kann zweiranging, überdacht und mit höher Kappa neugebaut werden;
An der Stehhalle gibt es mehr Platz, u.U. auch zweiranging;

Evtl. eins nach dem anderen, es geht nur Scheibchenweise – viele Vereine haben es vorgemacht 😉

Vielleicht lässt sich von den Hachingern auch was mit der Erbpacht abschaun 😉

Und ganz wichtig:
Sechzig als Regionalligist braucht das jetzt und in naher Zukunft definitiv noch nicht!

3und6zger

Es gab dazu letztes Jahr diesen Artikel von einem Fachmann. Ist für mich realistisch, möglicherweise gefällt es dem einen oder anderen nicht. Fazit: Max. 20000
Link ->
https://www.tz.de/muenchen/stadt/untergiesing-harlaching-ort43350/gruenwalder-stadion-raet-ein-renommierter-arena-architekt-8633461.html